(Download) "Platons Anamnesis-Lehre im 'Menon' (79e-86c)" by Klaus Digel ~ Book PDF Kindle ePub Free
eBook details
- Title: Platons Anamnesis-Lehre im 'Menon' (79e-86c)
- Author : Klaus Digel
- Release Date : January 04, 2015
- Genre: Philosophy,Books,Nonfiction,
- Pages : * pages
- Size : 347 KB
Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 1,7, Albert-Ludwigs-UniversitĂ€t Freiburg (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Platon: Ideen und Erkenntnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Problem des Lernens wird im Dialog ''Menon'' vor dem Hintergrund der Lehr- bzw. Unlehrbarkeit der Tugend behandelt. Hierzu wird die paradox klingende These eingefĂŒhrt, dass alles Lernen Wiedererinnerung an etwas bereits Bekanntes sei, nĂ€mlich an ein Wissen, das mit der Geburt verlorengegangen ist. Um diese Lehre, die eine Antwort auf das Problem des Lernens geben möchte, soll es in dieser Arbeit gehen, d.h. Platons Konzeption der Anamnesis-Lehre soll Gegenstand dieser Arbeit sein. Hierzu soll zunĂ€chst in einem ersten Kapitel das erkenntnistheoretische Themenfeld der Erinnerung im Dialogganzen aufgespĂŒrt werden, d.h. die Erinnerungsspuren sollen entdeckt werden, um die Entwicklung hin zur Anamnesis-Theorie plausibel zu machen. AnschlieĂend soll gezeigt werden, dass die Aporie im GesprĂ€ch zwischen Sokrates und Menon keine eigentliche Ausweglosigkeit bedeutet, sondern eine Voraussetzung fĂŒr die VergegenwĂ€rtigung von Vergessenem darstellt. Es soll also deutlich werden, dass die Aporie die Voraussetzung fĂŒr die Wiedererinnerung schafft. Im dritten Kapitel sollen das Menon-Paradox und der Anamnesis-Mythos thematisiert werden, wodurch gezeigt werden soll, dass es sich bei der Anamnesis-Lehre offensichtlich um die Lehre von einem latenten Wissen handelt. Demnach wird die Anamnesis-Lehre als der Ăbergang von bloĂer Meinung zum Wissen verstanden. AnschlieĂend soll im vierten Kapitel, das das GesprĂ€ch zwischen Sokrates und dem Sklaven von Menon (Geometriestunde) thematisieren wird, gezeigt werden, dass Sokrates seine Lehre durch das mathematische Beispiel fĂŒr Menon exemplifiziert, um dessen falsches VerstĂ€ndnis der Aporie zu korrigieren. Hierbei wird auch aufgezeigt werden, weshalb Sokrates ein mathematisches Beispiel wĂ€hlt und um welche Form von Wissen es sich dabei eigentlich handelt. Es wird sich ĂŒberdies zeigen, dass durch die Geometriestunde die Probleme fĂŒr den Interpreten nicht kleiner werden. So wird im fĂŒnften Kapitel die Frage diskutiert werden, ob der Sklave tatsĂ€chlich aus sich selbst heraus zu der Lösung des mathematischen Problems gelangt ist, oder ob Sokrates dies mittels Suggestion erreicht hat. Nach einer vorlĂ€ufigen Beantwortung dieser Frage soll der Versucht unternommen werden, den Gegenstand der Anamnesis genauer zu fassen. Drei mögliche Lesarten werden hierzu vorgestellt.
Klaus Digel (1987) Studium der Philosophie und Germanistik an der Albert-Ludwigs-UniversitÀt Freiburg im Breisgau.